Ist Heilung möglich? Ja.

Eine Frau kann sich bei Myomen die Gebärmutter aus therapeutischen Gründen entfernen lassen - das ist eine Möglichkeit. Eine sichere Methode im Hinblick auf ihren Erfolg, aber auch radikal.

Es gibt auch andere Überlegungen:

1. konservative Therapiemöglichkeiten

Medikamentöse Therapie

Da Myome hormonabhängig sind, wird durch die Einnahme von Antiöstrogenen, Gestagenen oder GnRH-Analoga häufig schnell eine Verkleinerung dieser Wucherungen erreicht. Problematisch ist, dass nach Absetzen der Medikamente oft ein erneutes Myomwachstum zu beobachten ist. Diese Therapie verordnet Ihnen Ihr niedergelassener Gynäkologe.

Embolisation

Embolisation bedeutet künstliches Verstopfen. Dabei wird die Blutzufuhr zu den Myomen unterbrochen, um diese eintrocknen zu lassen. Dazu wird über eine der beiden Oberschenkelvenen ein Katheder bis hin zur großen Arteria uterina geschoben. Die Arteria uterina ist das Blutgefäß, dass die Gebärmutter mit Blut versorgt. Durch den Katheder werden an einer bestimmten Abzweigung dieses Gefäßes kleine Partikel plaziert, die den Blutzufluss zu den Myomen bzw. dem speziellen Teil der Gebärmutter verhindern. Es ist nicht möglich, nur einzelne Myome auszuschalten. Häufig reagiert der Körper mit erheblichen Schmerzen auf diese Behandlung, was zur Sicherheit einen stationären Aufenhalt von 1-3 Tagen notwendig machen kann. Nach der Embolisation schrumpfen die Myome bereits innerhalb der ersten Wochen deutlich. Allerdings hat diese Therapie eine dauerhafte Mangelversorgung der Gebärmutter zu Folge, was dieses Verfahren für Frauen mit Kinderwunsch nicht empfehlenswert macht. Die Therapiergerfolge sind zwar  bei bestimmten Myomen deutlich, noch fehlen aber Langzeitergebnisse, um eine Empfehlung auszusprechen. Eine Myomembolisation wird von Radiologen durchgeführt.

MRgFUS

MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerte fokussierte Ultraschallbehandlung. Dabei werden Ultraschallwellen gebündelt, zielgenau auf das Myom gerichtet und mit der erzeugten Hitze von 60 - 80°C weitestgehend zerstört. Das dauert zwischen einer und zwei Stunden. Anschließend spricht im Allgemeinen nichts dagegen, nach Hause zu gehen. Das abgestorbene Gewebe wird innerhalb der nächsten 4-12 Wochen vom Körper der Frau nahezu rückstandslos abgebaut. Allerdings kann mehr als eine solcher Sitzungen notwendig werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Außerdem sei erwähnt, dass frau durchaus mit Verbrennungen auf der Haut rechnen sollte.

Aufgrund der organschonenden Therapie könnte man davon ausgehen, dass dieses Verfahren auch für Frauen mit Kinderwunsch in Frage käme. Der aktuellen Studienlage (02/2011) gemäß, gibt es für eine diesbezügliche Empfehlung jedoch noch keine aussagefähigen Erfahrungswerte, bis auf die einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit für eine anschließende Schwangerschaft als bei der operativen Myomentfernung, der Myomenukleation. Auch lassen sich nicht alle Arten von Myomen mit MRgFUS therapieren. Man spricht von ca. 20% betroffenen Frauen, die für diese Methode in Frage kämen. Es handelt sich hier um ein sehr neues Verfahren, dass in Zukunft vielleicht eine zu empfehlende nicht-invasive Methode zur Entfernung von Myomen darstellen kann. In speziellen radiologischen Zentren, besonders das der Charité, oder in unserem Center for Difficult Cases können Sie sich beraten lassen.

Alternative Therapiemethoden

Es gibt homöopathische Therapieversuche sowie die Idee, Myome durch Akupunktur bzw. Traditionelle Chinesische Medizin verschwinden zu lassen. Wir konnten für dieses Krankheitsbild bis heute keine wissenschaftlich verbürgte Wirksamkeit dieser Verfahren feststellen.

2. operative Therapie

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